Wir stellen vor: MEDWESCHEK Heribert & Günter
                         2018 wieder mit geilem open air feeling

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In der Werkstatt von Bill Devin

Eine echte Rarität brachte das Brüderpaar  Heribert & Günter MEDWESCHEK aus Klagenfurt bzw. Kremsmünster zur FIZZERS-Karawanken-Classic 2016  mit ... einen Devin D, Baujahr 1961.

Ein Devin bedeutet Roadster-feeling pur, open air bei (fast) jeder Witterung, Fahrspass en masse; verlangt aber auch eine gewisse spartanische Härte gegen sich und Berührungsängste mit dem Co-Piloten dürfen sowieso nicht aufkommen. Und das alles 3 Tage lang!


Daher entschloss sich das Brüderpaar sich bei der Jubiläums-Rallye, der 10. FIZZERS-Karawanken-Classic 2017, das Leben etwas leichter zu machen und kreuzte mit einem Maserati Indy auf.
Dazu schrieb Heribert Medweschek: "Freuen uns jetzt schon auf die 3 Tage bei der FIZZERS-Karawanken-Classic. Haben aber diesmal den bequemen Weg gewählt. Unsere Bandscheiben halten die Belastung nicht so gut aus wie die Autos. Drei Tage in dem kleinen Auto sind für uns zwei im XXL Format eine Herausforderung.  

Der Maserati Indy ist ein tolles Fahrzeug, aber wo bleibt das Roadster-feeling, der  open-air-Genuss etc.?
Also wurde das Brüderpaar zu Wiedeholungstätern und setzt den dottergelben Devin 2018 wieder den Strapazen der schönen Landstraßen in Kärnten aus.
Uns freut´s, denn der Devin ist ein echter Hingucker von dem nicht nur wir, sondern ale Zuschauer 2016 begeistert waren! 

Das Fahrzeug von Heribert MEDWESCHEK ist von der Erstbesitzerfamilie zu einem Sammler nach Hawaii und danach nach Oberösterreich zu einem Klagenfurter gekommen der jetzt in seiner alten Heimat gemeinsam mit seinem, in Klagenfurt lebenden Bruder die FIZZERS-Karawanken-Classic bestreiten möchte. Die Kindheitserinnerungen der Sonderprüfungen in den Drau-Auen seinerzeit fahren mit. 

             Doch wer oder was ist ein Devin?

Bill Devin wurde 1915 in Rocky, Oklahoma in den USA geboren. Die Presse beschrieb ihn als den „Enzo Ferrari aus den Okie Flats“. Bill Devins Vater hatte eine Autoreparatur-Werkstatt und später eine Chevrolet-Vertretung und der neugierige Bill beschäftigte sich mit Autos, lange bevor sein Vater ihn in den väterlichen Betrieb holte.

Bill Devin begann schon früh in seinem Leben Autos zu bauen. Außerdem war er ein sehr bekannter und erfolgreicher Rennfahrer.

1954 entschied Bill Devin, dass er mindestens so gut Autos bauen konnte, wie jeder andere, besonders wie die Europäer. Er baute einen Hühnerstall in eine Werkstatt um und begann die legendären Devin-Panhards zu konstruieren. Dabei arbeitete er mit Polyester-Karosserien, was in den frühen 1950er Jahren noch sehr innovativ und eine Entwicklung der NASA war. Devin lernte die Kunst mit Polyester Karosserien herzustellen sehr schnell. Er setzte diesen neuartigen Werkstoff gezielt zur Gewichtsreduktion seiner Rennsportwagen ein.

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Die attraktiven und in mehreren Variationen einzeln erhältlichen Devin-Karosserien basierten auf dem Design des Ferrari 750 Monza, respektive des Erminis. Mit diesen Karosserien konnten die unterschiedlichsten Chassis ausgestattet werden. Devin wurde schnell der größte und erfolgreichste Produzent dieser Karosserien. Mit seinem Händlernetz lieferte er diese Karosserien nach Europa, Nord-, Mittel- und Südamerika und sogar nach Südafrika.
Der Name Devin stand für Top-Qualität bei günstigen Kosten. Devin-Karosserien waren immer sehr glatt und das Finishing war besser als bei Konkurrenzprodukten.
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Bill Devin baute auf Basis des Erfolges der Karosserien auch vollständige Autos mit einem eigenen Gitterrohrrahmen. Mit dem Devin SS verwirklichte sich Devin seinen Traum, schnelle, leistungsstarke komplette Fahrzeuge zu bauen. Der Devin SS wurde ein berühmtes und auf vielen Rennstrecken erfolgreiches Auto.
Daher auch Bill Devins Parole : „ Am Wochenende am Racetrack unter der Woche ins Büro mit einem Devin D“

Der finanzielle Erfolg blieb jedoch leider aus.

1959 versuchte es Devin mit dem wesentlich kleineren Modellen.   Der Devin C auf Basis des Chevrolet Corvair und der Devin D (D steht für Deutsch) auf Basis des Porsche 356 bzw. VW Käfer.

Blick  auf einen Porsche Devin D Spyder, Baujahr 1957:
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Beim Devin D lag der Radstand des Volkswagen-Chassis bei 2083 mm und hinten waren luftgekühlte Vierzylinder-Boxermotoren von Volkswagen oder Porsche  eingebaut. Der VW-Motor besaß 1191 cm³ Hubraum und leistete 36 PS, der Porsche-Motor wartete mit 1586 cm³ Hubraum auf und gab 70 PS ab.

Die Karosserie designte und baute Bill Devin selbst. Er baute nach seinem Devin SS auf Basis des selbst konstruierten und gefertigten Gitterrohrrahmens mit VW und Porsche Getriebe und Motorkomponenten angeblich 46 Fahrzeuge.

Der Verkaufspreis der Version mit VW-Motor lag bei US-$ 2.950,-. Seine Spyder waren für die hohe Fertigungsqualität und das geringe Gewicht bekannt und daher beliebte Rennwagen in den frühen 60-ern
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Wir wollen Euch aber den Maserati Indy nicht vorenthalten

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Das Brüderpaar Günter und Heribert Medweschek startete bei der FIZZERS-Karawanken-Classic 2016 auf einem sehenswerte Devin-Roadster zogen aber den Komfort eines Maserati Indy, Baujahr 1970,  bei dieser "tollen Veranstaltung" (Info-Text der beiden Brüder) vor.

Der Maserati Indy wurde von 1969 bis 1975  als viersitziger Sportwagen produzierter. Er war der Maserati, den das Werk als Letzten vor der Übernahme durch Citroën entwickelte. 
Der Indy, wurde in Erinnerung an die beiden Maserati-Siege des 500-Meilen-Rennens von Indianapolis, so benannt. Allerdings lagen diese beiden Siege, 1939 und 1940, schon einige Zeit zurück. 
Das Debut des Maserati Indy erfolgte 1969 auf dem Genfer Autosalon. 

Der Indy wurde auf der Plattform des Maserati Ghibli mit einem verlängerten Radstand aufgebaut. Bei der Karosserie beschritt Maserati neues Terrain - der Aufbau war erstmals selbsttragend. Die hintere Starrachse wurde unverändert vom Maserati Ghibli übernommen. Serienmäßig erhielt der Indy ein Fünfganggetriebe. Tolle Fahrleistungen und Komfort wie z.B. eine Servolenkung sowie 4 Scheibenbremsen konnten das fast 250 km/h schnelle Granturismo Coupe rasch stoppen. Die Fließheck-Karosserie war für vier erwachsenen Passagieren und Gepäck im klimatisierten Innenraum ausgelegt, na ja mehr oder weniger bequem. Für eine Konstruktion aus dem Jahr 1965 war auch die Höhenverstellung der Lenksäule und elektrische Fensterheber keine Selbstverständlichkeit. Die Aerodynamik des Autos war deutlich besser als beim Maserati Ghibli, der in den ersten Jahren zeitgleich mit dem Indy produziert wurde. 

Es wurden drei Motorvarianten angeboten:
4,2 Liter Achtzylinder, 260 PS von 1968 bis 1971. Im Test erreichte diese Version eine Höchstgeschwindigkeit von 247 km/h und Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 8,2 Sekunden
4,7 Liter Achtzylinder, 290 PS von 1971 bis 1973
4,9 Liter Achtzylinder, 320 PS von 1972 bis 1975.

Mit einer Gesamtproduktion von 1.104 Exemplaren war der Indy eines der erfolgreichsten Maserati-Modelle. Laut  AutoMotor und  Sport sind  Autos entweder viersitzig oder schön, nur der Indy ist beides !
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2016 im sportlichen Devin - 2017 im doch bequemeren Maserati Indy
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