Wir stellen vor – Klaus RUSSLING / Franz FISTER
        der 4-fache Staatsmeister gibt auch heute noch kräftig Gas!
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Die "Wilde Reiter GmbH" - Russling/Fister und Rom/Mühlmann im Tiefflug 2016Russling-2014-2.jpgRussling-2014-7.jpgRussling_2013_(2).jpgRussling-2014-1.jpg
Mit EKK beim Stadt-Gran-Prix in Ferlach
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"Härtetest" bei der Karawanken-Classic 2013
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Karawanken-Classic 2012
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... und in den Siebzigern

Im Rallyesport der Siebziger- und Achtziger-Jahre sind die beiden Vollgaspiloten Klaus RUSSLING und sein Co-Pilot Franz FISTER Legenden:
Während Klaus mit 4 Rallye-Staatsmeistertiteln vorne davon brauste, sorgte damals sein heutiger Co-Pilot Franz Fister dafür, dass sein Toyota-Pilot "Figi" Figura mit seinem brustschwachen Toyota 1000 das Feld von hinten aufrollte.

Trotzdem gibt es von dem Kärntner Rallye-Urgestein nicht nur interessante Stories aus seiner aktiven Rallyezeit, sondern auch schon aus der etwas ruhigeren Periode als Teilnehmer der Karawanken-Classic. So berichteten wir zuletzt unter den Titel "Wolfi wo bist Du?" über ein Erlebnis, das wir den Lesern nicht vorenthalten wollen:

Denn, um in der Sonderwertung der "Champions-Klasse" - das sind die Teilnehmer der ehemaligen „Karawanken-Safari“ der Jahre 1970 bis 1989 - voll punkten zu können, ist es Mode, dass sich unsere Rallye-Saurier professionelle Unterstützung holen.

Auch der St. Veiter Ex-Rallye-Staatsmeister Klaus Russling hat sich  2013 eine Rallye-Legende an Bord geholt, einen Weltklasse-Piloten, der in den 80-er Jahren die mit jeweils ca. 15.000 km längste Rallye Europas, die Tour d' Europe 3 mal hintereinander gewonnen hatte; dazu noch spektakuläre Rallyeeinsätze bei der Monte-Carlo-, RAC-Rallye und anderen WM-Läufen auf Ford-, Mercedes-  und VW-Werksautos bestritten hatte...... Aber immer nur als Pilot, nicht als Gebetbuch-Vorleser.

Als Erster der "Wilden Reiter Truppe" (Russling, Rom, Haberl), preschte der flotte St. Veiter Landwirt bei der Karawanken-Classic 2013 am Donnerstag beim Prolog von Velden nach Ferlach in seinem Porsche 911 los; hinter ihm der KR Hugo Rom (Karawanken-Rambo), der sich wunderte, dass er den Klaus weder auf der Strecke noch bei der Zeitkontrolle in Ferlach und auch nicht beim abschliessenden Stadt-Grand-Prix zu Gesicht bekam.

Daher Handy her und Anruf: "Klausi wo steckst denn, Du musst ja gleich beim Stadt-Grand-Prix starten!"

Die Antwort kam prompt: "Mia san glei in Hermagor; i glaub mei Co hat statt dem Roadbook vom Prolog nach Ferlach des Roadbook vom Freitag g´numman und mi in de falsche Richtung g´schickt. Aba mia san glei da!"

Was auch stimmte, denn mit 1 Stunde Verspätung traf das gestresste Team in Ferlach ein.

"Wo is mei olta Co-Pilot, da WEISS Wolfi. Mit dem bin i no bei da olten Karawanken-Rallye, der Karawanken-Safari, g´fohrn und da hat´s nia Probleme gebn!" stöhnte der vielfach Rallye-Staatsmeister nach seinem frustrierenden Erlebnis und schloss den Hilferuf an:

                             "Wolfi bitte meld di!"

Mit seinem ehemaligen Co-Piloten Ernst Karl Koschutnig - EKK for short - hatte der Klaus bei der Karawanken-Classic 2014 mehr Glück. Der ORF-Moderator i.R., Sprecher bei zahlreichen Sportveranstaltungen und Events - wie z.B. beim Krampuslauf in Ferlach oder auch mehrmals beim Stadt-Grand-Prix in Ferlach - machte auch bei seinem früheren Boss einen guten Job. Klaus kam ohne Umwege sowohl beim Stadt-GP am Donnerstag in Ferlach, als auch an den beiden weiteren Tagen gut ins Ziel.

Dass man in der "Champions-Klasse" nur den letzten Platz bei der Karawanken-Classic 2014 belegte, tat dem Spaß keinen Abbruch; vor 40 Jahren hätte Klaus seinen Co-Piloten dafür noch mit ein paar anständigen Tetsch´n belohnt, aber die Zeiten haben sich geändert und der Rallye-Champ ist zwar inzwischen kaum langsamer, dafür aber ruhiger geworden.
Glück für EKK.

Dass es interne Wetten unter den Piloten der „Champions-Klasse“ gibt, wer von ihnen den letzten Platz belegen wird und sie sich daher mit guten Co-Piloten „verstärken“, halten wir für ein boshaftes Gerücht. Jedenfalls scheint sich Klaus heute bei seinem Classic-Co-Pilot Franz Fister wohl zu fühlen und sich eine bessere Chance auszurechnen, obwohl sich sein direkter Kontrahent um den letzten Platz, KR Hugo Rom auf BMW, zuletzt mit einem Profi, Michael Mühlmann, Kärntner Co-Pilotenmeister 2012, verstärkt hat.

Dass der Ex-Rallye-Staatsmeister dann mit dem ausgefuchsten Co-Piloten des Fahrtleiters der FIZZERS-Karawanken-Classic, Gerd Figura, auf Anhieb auf dem 2. Platz der "Champions" und noch vor dem Karawanken Rambo landete, verwunderte aber die Fachwelt doch etwas.

2016 konnte das Team Rom/Mühlmann aber den Spiess wieder umdrehen und landete vor dem Team Russling/Fister.

Es wird also 2017 spannend bei der 10. Auflage der FIZZERS-Karawanken-Classic welches der beiden Teams der "Wilden Reiter GmbH" diesmal die Nase vorne haben wird.

Russling_(1).jpgDie "Wilde-Reiter-GmbH" beim Parallelslalom in Ferlach - Porsche-Treter Russling und Karawanken-Rambo Hugo Rom

Über den vierfachen Österr. Rallye-Staatsmeister und zweifachen EM-Dritten Klaus RUSSLING können wir Folgendes berichten:

Es ist fast ein halbes Jahrhundert her, dass der Kärntner Klaus Russling 1970 bei der 1. Karawanken-Rallye startete und hinter den beiden Renault Gordini-Piloten Wolfram Isopp und Horst Fessl (leider im Jänner 2013 verstorben) Dritter wurde.

Seit dieser Zeit ist er der Karawanken-Rallye und deren Revival, der Karawanken-Classic treu geblieben:
Denn schon in der 4. Auflage der legendären „Karawanken-Safari“, berüchtigt für ihre Bachdurchfahrten, beinharten Schotterstrecken und schlammigen Urwald-Durchfahrten durch die Drau-Auen, holte er sich mit seinem Porsche Carrera RS den Gesamtsieg, den er im Jahr darauf wiederholte.

Die Jahre 1971 bis 1978 waren überhaupt DIE Jahre des St. Veiter Landwirtes. 1971 erkämpfte er sich den 3. Platz bei der Österreichischen ALPENFAHRT, einem WM-Lauf der FIA. Zwei Jahre später,1973, war er mit seinem Porsche Carrera bei der 44. Int. ALPENFAHRT bester Österreicher und holte sich damit seinen  ersten Rallye-Staatsmeistertitel.

Wir brutal damals Rallye gefahren wurde, zeigt dieses sehr schöne Video von der 48-Stunden-Hetzjagd durch die Österreichischen Alpen. Von 78 gestarteten Teams sahen damals nur 24 das Ziel, darunter auch Klaus.

  
            zum Video  >>> Alpenfahrt 1973 (ca. 15 min)

1974 wurde auf Grund der Benzinkrise kein Staatsmeistertitel vergeben, was den rasenden Landwirt aber nicht davon abhielt Dritter der Rallye-Europameisterschaft 1974 zu werden.

1975 wiederholte Klaus Russling mit zahlreichen Siegen seinen Gewinn des österreichischen Rallye-Staatsmeistertitel.

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                                                                                     Klausi 1973 und 2012

Von dem St.Veiter Landwirt, Staatsmeister und Vize-Europameister gibt es aus seiner aktiven Zeit  zahlreiche Stories, die noch heute unter Insidern kursieren:

So soll er mit seinem Beifahrern nicht immer zimperlich umgegangen sein und bei manchem schon Eindrücke hinterlassen haben – denn der Landwirt hatte eine kräftige Hand. Diese Geschichten können durch (über)lebende Copiloten noch heute bestätigt werden und erklärt den relativ grossen Verschleiss an Beifahrern.

Weniger gerne hört Klaus Geschichten über seinen Ruf als „Abschneider-König“, über versperrte Almgatter und ähliche, unbestätigte Stories …. Da wird er heute noch wild. Daher VORSICHT, der Karawanken-Bär hat auch heute noch eine kräftige Hand !

In den Siebzigern war Klaus nicht nur als Porsche-Treiber bekannt geworden und so war es kein Wunder, dass er mit fast allen schnellen Marken das Lenkrad in die Hand nehmen konnte. Ob Renault Alpine, Fiat Spider oder die damals unfassbar schnellen Salzburg-VW-Käfer … Klausi beherrschte sie alle optimal warf sie alle gekonnt um die Kurven.

Mit welchem Aufwand damals schon Publicity mit Werksautos betrieben wurde, zeigt unten das Deiml-Video bei dem der echte Abflug eines Salzburg-Käfers „ge-fake-t“ wurde:
Der  besonders dramatischen Käferabflug – das Team Fischer/Siebert kugelte auf der Insel Elba gut 60 Meter einen Steilhang runter und strebte dem adriatischen Meer zu – wurde im Film nachgestellt. Ein blassgrüner 100 Euro-Käfer vom Schrottplatz wurde mit frischem Silber versehen, korrekt mit Aufklebern verziert und fertig war der Salzburgkäfer für eine achtfache Sternguckerl-Pirouette.
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Klausi´s Porsche Carrera RS in den SiebzigernRussling-2014-5.jpg
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... und heute

                               Klicken Sie auf den Kugelkäfer. Viel Vergnügen!   >>>    vw1_3.jpg

1978 schlug Klaus  noch einmal kräftig zu:
bei der Lavantal-Rallye wurde er auf Fiat Spider Gesamtsieger und bei der Karawanken-Rallye auf seinem Porsche Gesamt-Zweiter.

Danach legte sich der graue Schleier eines Daseins als Rallye-Legende über den Ex-Staatsmeister ehe er bei der 1. Karawanken-Classic wieder das Lenkrad eines Wettbewerbautos ergriff, einer Renault-Alpine. Klaus danach, inzwischen sowohl an Alter als auch an Gewicht reifer geworden: „Das ist ja recht lustig und hat Spaß gemacht, aber mit ana Alpine fahr i des nit mehr !

Seit 2007 können wir den Vollgas-Piloten als Teilnehmer der Wertung „Champions-Klasse“, eine eigene Wertung nur für Teilnehmer der „Karawanken-Safari“ 1979 – 1989 bei der Karawanken-Classic begrüssen. Klaus fährt zwar noch immer schnell, aber der Spaß hat jetzt Vorrang, wobei die Veranstalter bemüht sind ihm eine Startnummer zu geben, bei denen Kollateralschäden möglichst minimiert werden können.

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            Mehrfach-Staatsmeister Klaus Russling mit Co Tatschl Berndt 2012 bei der Einfahrt im Schlosshotel Velden