Starter bei der FIZZERS-Karawanken-Classic: 
                         MAIER Heribert / STRASSNIG Martin
                                    flach, flacher, Custoka
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Heribert Maier: erstmals bei der Karawanken-
      Classic als Co-Pilot auf BMW

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Nächster Einsatz 2014: Pilot bei der TAF-RENT und Karawanken-Classic auf Ford GranadaMaierHeribert-2016-12.jpg
Ab 2016 auf Custoka Strato bei der FIZZERS-Karawanken-Classic 
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Stationen einer liebevollen Restaurierung
2013 nahm der Lavanttaler Heribert Maier auf einem BMW 3,0 CSI, Baujahr 1975, erstmals an der Karawanken-Classic teil; Heribert sass damals auf dem Beifahrersitz und durfte nur seinem Papa Rober ansagen.

2014 sass Heribert erstnals selbst am Steuer und hatte sich als Fahrzeug einen Ford Granada GLS, Baujahr 1976, aufgebaut, der aber zum Zeitpunkt der Karawanken-Classic noch nicht ganz fertig war. 
Irgendwie spinnt sich dieses timing als roter Faden weiter, denn nach einer kreativen Pause im Veranstaltiungsjahr 2015 hatte sich Heribert Maier als neues Projekt einen Custoka Strato, Baujahr 1961, zur Brust genommen. Dazu schrieb uns der leidenschaftliche Restaurierer:
"Nach 16 Monaten voller harter Arbeit ist mein Custoka noch immer nicht ganz fertig..... Wir sind zwar schon auf der Zielgeraden, aber ich kann noch nicht sagen ob sich das ausgeht bis zur Karawanken-Classic 2016".
Es ging sich aus und Herbert schnitt bei der Premiere mit dem flotten Flitzer ganz ausgezeichnet ab; er kam bei rund 100 Startern unter die Top-20! Eine magische Marke bei der Karawanken-Classic. Denn bei der Karawanken-Classic  werden die ersten Zwanzig der Gesamtwertung des Vorjahres mit niedrigen Startnummern belohnt bzw. sie erhalten gesetzte Startnummern.

Bild könnte enthalten: Auto und im Freien

Aber nicht nur in der Gesamtwertung zeigte der Lavanttaler auf, auch in der Klasse F, Baujahre 1960 bis 1970, verpasste er mit Rang 4 das Stockerl nur ganz knapp.

Der Sprung auf das Podest gelang schliesslich beim Tafrent-Classic-Sprint 2017 in Villach. 3. Platz in der Klasse F.

2018 holte sich das Team MAIER Heribert / STRASSNIG Martin auf ihrem Custoka Strato beim sms-Classic-Sprint hinter Seriensieger Paolo Grava aus Italien , den 2. Gesamtrang sowie den Klassensieg in der Wertungsklasse F (Baujahre bis 1970).
Schon wenige Wochen danach gab es den nächsten Klassensieg beim TAFRENRENT-Classic-Sprint in Villach.

Man kann also gespannt sein, was das Lavanttaler Duo 2019 bei der FIZZERS-Karawanken-Classic liefern wird, zumal die beiden Tage dieser Oldtimer-Veranstaltung als jeweils 1 Wertungstag für den Kärntner-Classic-Cup (KCC) gezählt werden. - Den KCC hatte sich Heribert für 2019, nach den guten Ergebnissen 2017 als Ziel gesetzt (Nennung allerdings noch ausständig).

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Hmmh, Custoka Strato, werden sich die meisten denken, noch nie gehört. Auch kein Wunder, den die Marke Custoca (steht für Kunststoffkarosserie) gibt es nicht mehr und war auch zu Lebzeiten wohl nur Insidern bekannt. Dabei bestritt ihr Gründer Gerhard Höller von 1968 bis 1994 mit der Firma Custoca Fiberglass Austria seinen Lebensunterhalt mit dem Bau von Fahrzeugen, Bausätzen, Tuningteilen und Booten.

Basis dieser Fahrzeuge waren wie so oft die Fahrgestelle vom Volkswagen Käfer, die entweder 1:1 übernommen oder in gekürzter Form das Rückgrat für Karosserieaufbauten aus GFK bildeten. In Kraubath an der Mur, wurden Karosserien für Buggys, den Strato, Hurrycane und später auch Rümpfe für Boote aus GFK laminiert.

Gerhard Höller bewegte im Jahre 1966 einen Porsche 912, fand aber die Karosserie nicht sehr spannend. So machte er sich in der Garage seines Schwiegervaters ans Werk und modellierte auf Basis einer Volkswagenbodengruppe und dessen Technik, eine gefällige Karosserieform eines Sportwagens aus Gips und Holz drumherum. Diverse Spezialanfertigungen, besonders bei der Verglasung waren nötig um das schnittige Coupe fertigzustellen.

Das Lackkleid mit Diamanteffekt in Stratosphärenblau, war gleichzeitig auch Namensgeber des Sportwagens aus der Steiermark, dem Strato. Auf der Jochen Rindt Show 1968 fand das Coupe-Einzelstück großes Interesse beim Publikum. Zwölf Bestellungen nach Abschluß der Messe, waren der Startschuß für die Kleinserienproduktion des Strato.

1968 rief Gerhard Höller auf Grund der Auftragslage Custoca Fiberglass Austria ins Leben und begann 1970 mit 2 Mann Belegschaft die Produktion des Strato in Kraubath an der Mur.

Man konnte nicht nur Fertigfahrzeuge bei Custoca ordern, auch Bausätze waren verfügbar um kostengünstig zu seinem GFK-Sportwagen zu kommen. Diesen Traum lebten bis Ende der 1980er 135 Käufer aus, davon gingen 60 Rohkarosserien in die Schweiz. Von dort gingen einige Exemplare nach Deutschland; weitere Fahrzeuge wurden nach Schweden, Holland, Ägypten und sogar nach Malaysien verkauft.

1986 endete die Produktion in Kraubath, 1994 wurde die Firma aufgelöst. Die Auflagen bei der Verarbeitung von GFK, sowie die immer strengeren Typisierungsvorschriften für Kleinserienfahrzeuge und Bausätze machte die Produktion unrentabel.
Der Gründer, Konstrukteur und Entwickler Gerhard Höller ist im Juni 2015 im 78. Lebensjahr verstorben.

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