Wir stellen vor: PIPPAN Zenz / FELLNER Anna Sophie
                           .. fast schon eine Legende
PippanZenz_(5).JPG
PippanZenz_(1).JPGPippanZenz_(2).JPGPippanZenz_(3).JPG
Erfolgs-Team: Navigatorin Anna Sophie Fellner und Pilot Pippan Zenz
Pippan_Zenz_4.jpgPippan_Zenz_3.jpgPIPPAN Zenz bei der Semperit.Rallye
Bildergebnis für logo puch
PippanZenz_(4).JPGPippanZenz_(7).JPGPippanZenz_(9).JPG 
.. sind Vinzenz PIPPAN und die kleine Knutschkugel, sein Puch 650 TR, die mit Anna Sophie FELLNER an der Fizzers-Karawanken-Classic teil nehmen. Dabei haben es sowohl Zenz, als auch der knallrote TR faustdick hinter den Ohren.
Denn Pippan, den alle nur als "Zenz" kennen, war Ende der Sechziger-, Anfang der Siebziger Jahre ein bekannter und gefürchteter Puch-Treter, der mit seinem Puch 650 TR viele nationale und internationale Bewerbe bestritt und gewinnen konnte; siehe dazu die SW-Fotos die  Zenz bei der legendären Semperit-Rallye 1968 bzw. 1969 zeigen. Die Rallye führte damals in zwei Tagen und fast 2.000 km vom Bodensee nach Wien,
Pippan Zenz, Horst Fessl (leider verstorben) und "Figi" Figura waren in dieser Zeit die bekanntesten Puch-Treiber, die mit ihren kleinen Giftzwergen doch ganz vorne mitmischen konnten.
Dem Verfasser dieser NEWS, der selbst auf Puch 500 S gegen Zenz antrat, gelang es aber nur einmal dem Veldener auf seinem 650 TR den sicheren Sieg weg zu schnappen u.z. bei einer Rallye in Osttirol:
Zenz fuhr einem sicheren Klassensieg entgegen, geriet aber in eine Radarkontrolle der Polizei was zu Strafpunkten in der Wertung führte (das gab es damals noch). Da der Verfasser mit dem schwächeren Puch 500 nicht so schnell fahren konnte, gab´s auch keine Strafpunkte und damit den Klassensieg.

Zenz hat das in der Zwischenzeit wahrscheinlich schon verschmerzt. Heute präpariert er die beiden Puchs seiner Söhne Vincent und Alexander mit denen die beiden Classic-Rallyes bestreiten. Wenn Not am Mann ist springt Zenz auch selbst als Co-Pilot ein.

Am liebsten setzt sich der Veldener aber selber hinter das Steuer, hat aber zumeist das Problem einen Co-Piloten zu finden.
Das dürfte sich aber inzwischen gelöst haben, denn mit der Lavanttalerin Anna Sophie Fellner schon beim ersten Probegalopp beim Nostalgie-Classic-Sprint in Ferlach den 2. Platz in der Klasse und den 5. Gesamtrang.
Ein tolles Ergebnis für das erste Zusammenspiel, aber der Apfel - sprich Anna Sophie - fällt ja nicht weit vom Stamm. Pappa Gebhard Fellner ist selbst nicht nur begeisterter Oldtimer-Sammler mit etlichen Raritäten in seiner Garage, sondern nimmt auch selbst bei internationalen Bewerben im In- und Ausland teil (Sizilien, Sardinien, Kroatien, Marokko etc.)

1957 wurde der Steyr-Puch 500, Modell Fiat eingeführt. Aus Kostengründen wurde auf eine eigene Karosseriefertigung verzichtet und eine Rohkarosserie des Fiat Nuova 500 übernommen. Die Cabriolimousinen-Variante dieses Modells sollte in erster Linie Motorradfahrer als Kaufpublikum ansprechen. Der von Puch für dieses Fahrzeug entwickelte luftgekühlte Boxermotor mit rund 16 PS bescherte für damalige Verhältnisse gute Fahrleistungen, vor allem bei Bergfahrten. Darüber hinaus war er laufruhiger als der Fiat-Reihenmotor

Ab 1959 wurde von Fiat die gesamte Karosserie einschließlich Dach übernommen (Puch 500 D - wie „Dach“). Aus Rationalisierungsgründen kam darüber hinaus ab 1969 die gesamte Technik einschließlich Getriebe von Fiat und nur noch der Motor von Puch.

Der Verkauf des Kleinwagens verlief erfolgreich, von den fast 60.000 in den Jahren 1957 bis 1975 produzierten Fahrzeugen wurden trotz Lizenzklauseln seitens Fiat auch viele außerhalb Österreichs abgesetzt, die meisten nach Deutschland.

Besonders im Motorsport war der Puch 650 TR (das „R“ steht für „Rallye“), der ab 1964 gebaut wurde ein Hit vor allem für Einsteiger. Mit seinem 660 cm³ und Doppelvergaser leistete er serienmäßig zwischen 27 bis 30 PS und war damit vergleichbaren Kleinautos überlegen. Puch legte 1965 mit dem Nachfolgemodell 650 TR II noch ein Schäuferl nach; dies ist eine spezielle Motorsportversion mit 42 PS bei 6000 U/min, einer „scharfen“ Nockenwelle und Auspuffanlage und etlichen Modifikationen. aus dem 2-Zylinder Boxermotor kitzelte man aber in der Renn- oder Rallyeversion noch deutlich mehr Pferdchen.

Der Typ 650 TR II war zu seiner Zeit in der FIA-Gruppe 2 bis 700 cm³ homologiert und durch die Motorbauweise stärker einzuschätzen als die Konkurrenz aus dem Hause Abarth. Einer der Höhepunkte war 1966 der Rallye-Europameistertitel der Gruppe-2-Tourenwagen aller Klassen durch den Polen Sobieslaw Zasada.

Der Puch 650 TR II Europa von Vincenz Pippan, der für den Oldtimer Classic Auto Club Velden startet, wurde in den vergangenen Jahren neu restauriert und wird in diversen klassischen Gleichmäßigkeitsveranstaltungen erfolgreich eingesetzt.