Starter bei der FIZZERS-Karawanken-Classic:
Günther KRAPINGER/Gerhard QUADLBAUER, Mercedes 350 SL, BJ 1972
                                           wieder zusammen

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Mit Edelkarosse bei der Karawanken-Classic
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Erst seit 2014 ist Dipl.-Ing. Günther KRAPINGER im Oldtimersport unterwegs. Aber schon in den Siebzigern driftete er immer sehr durch Kärnten und war sogar Teilnehmer der "Karawanken-Safari" 1972. Als Beifahrer von Johnny Husar, dem Bruder von Gabi - der einzigen Dame Österreichs, die jemals eine Staatsmeisterschafts-Rallye gewann -  lernte er das Fürchten auf dem heißen Sitz; als Lohn der Angst ist Günther dafür berechtigt als ehemaliger Teilnehmer dieser Kärntner Legenden-Rallye 2018 in der "Champions-Klasse" zu starten,. einer Sonderwertung für die ehemaligen Bleifuß-Piloten der Siebziger, die damals ihre Fahrzeuge durch die Drau-Auen prügelten.

Nach der langen Pause seit den Siebzigern entschloss sich der Wiener „Beute-Kärntner“ Krapinger 2014 endlich wieder im Motorsport aktiv zu werden. Zwar nicht im Speed-Bereich, aber auch bei Classic-Veranstaltungen durfte es ruhig ein sportlicherer Untersatz sein.  Mit einem Mercedes Benz 350 SL, Baujahr 1972, und 200 PS war Günther letztlich nicht gerade untermotorisiert.

Als erste Classic, die Günther mit Co Lukas Haas unter die Räder nehmen wollte, reizte 2014 die Alpenfahrt den ehemaligen Sportfahrer und Rallye-Freak. Obwohl von der ursprünglichen Alpenfahrt der Sechziger und Siebziger in ihrem damaligen Gewand nicht mehr viel übrig blieb, machte die Sache doch Spaß und Lust auf mehr.

Mit einem neuen Co-Piloten, Manuel Scheriau, raufte man sich danach auf einer der Kurz-Classics des 1. C.A.R. Teams Ferlach zusammen und sammelte bei diesem Classic-Sprint wertvolle Erfahrungen für die anstehende Karawanken-Classic 2014. Ein guter Platz im vorderen Mittelfeld beflügelte und motivierte zur Nennung bei der Langstrecken-Classic „Tour Grande“.

Die Tour Grande führt über rund 2.500 km von den Cinque Terre, Italien, über verschiedene Alpenpässe Italiens, Frankreichs, der Schweiz und Österreichs – z.B. Großer St. Bernhard, St. Gotthard, Stilfserjoch, Großglockner u.ä. - nach Wien. 
Günther und sein Co Dipl.Ing. Gerhard Quadlbauer holten sich bei der Tour Grande den 3. Platz und damit die Motivation sich bei der Karawanken-Classic 2015 ebenfalls weiter vorne zu platzieren.
                              
Mit dem Kärntner Co-Piloten Manuel Scheriau  kam es leider anders, als die beiden geplant hatten. Probleme mit dem Fahrzeug brachten einen Totalausfall am ersten Fahrtag und so blieb den beiden wackeren Stern-Fahrern nichts anderes übrig als mühsam das Feld von hinten aufzurollen.

Für die Karawanken-Classic 2016 taten sich neue Probleme auf, die aber viele engagierte Piloten der Oldtimer-Szene kennen:

             "Wo krieg ich einen guten Co-Piloten her"

Dieses Problem verfolgt den Wiener "Karantaner" nunmehr seit dieser Zeit fast in Permanenz. Mit Aufrufen bei unseren Klubmitgliedern und im Internet, Anfragen bei befreundeten Klubs etc. versuchten wir behilflich zu sein. Eine Suche, die vor allem an den Nerven von Günther zehrt - manchmal hatte die Suche erst im letzten Moment Erfolg so dass es keine Möglichkeit gab das gegenseitige Zusammenspiel zu optimieren.
So kann es dann schon mal vorkommen, dass ein erfahrener und erfolgreicher Pilot wie Günther es gerade noch unter die Top-50 schafft, wie zuletzt bei der FIZZERS-Karawanken-Classic 2017.

Das Bangen um einen Beifahrer nahm auch 2017 kein Ende. Mit Dieter Scheldke, einem international erfahrenen Rallyepiloten, Classic-Beifahrer und Organisator der Gurktal- Classic schien das Problem nicht nur für 2017, sondern auch für 2018 gelöst.

                                       Leider NEIN !

Denn aus Krankheitsgründen musste Dieter seine fixe Zusage für die FIZZERS-Karawanken-Classic in Frage stellen. Allein auf die Hoffnung, dass Dieter doch noch rechtzeitig OK ist, konnte aber Günther nicht aufbauen.

Da ist es schon ein Glück, wenn man gute Freunde hat, die in solchen Notlagen einspringen können. Und Gerhard Quadlbauer ist ein solcher Freund, auf den man sich verlassen kann. Dazu kommt, dass die beide seit der Tour Grande 2014 schon mehrmals mit einander gefahren und so als Team keine Neulinge mehr sind. - Gute Voraussetzungen also um sich von der Platzierung im vordere Mittelfeld bei der FIZZERS-Karawanken-Classic weiter nach vorne zu arbeiten. 

Über das gemeinsame „Arbeitsgerät“, den Mercedes 350 SL, berichtet D.Ing. Günther Krapinger:
Marke:                  Mercedes Benz
Typ:                      350 SL
Leistung:               200 PS
Hubraum:              3453 ccm
Zylinder:                8
Baujahr:                1972
Produktionszeit:    1971 - 1980

Das Fahrzeug ist ein Mercedes Benz "R107" aus der ersten Baureihe, die von 1971 bis 1989 gebaut wurden. Originalzustand, ungeschweißt, unverbastelt, rostfrei sowie mit Erstlack "goldmetallic" und einem Kilometerstand von 146.000 km, Automatikgetriebe, Es besitzt die Oldtimertypisierung nach §57a
Als Unterstützung bei Oldtimer-Rallyes werden mechanische Stoppuhren und ein Trippmaster verwendet.

Der Mercedes-Benz R 107 ist ein zweisitziger Roadster.  Das Erscheinungsbild des R107 war stilprägend für das Mercedes-Benz-Design in den 70er Jahren..
Der neue SL setzte im Bereich der passiven Sicherheit neue Maßstäbe: Knautschzonen vorne und hinten und die gestaltfeste Fahrgastzelle – das „Drei-Boxen-Prinzip“.

Da der SL ein offener Wagen ohne Targabügel sein sollte, blieben als einziges Sicherheitspotential für den Roadster bei einem eventuellen Überschlag die A-Säulen samt Windschutzscheibe. Sie wurden von Grund auf neu entwickelt und erbrachten eine um 50 Prozent höhere Festigkeit als die bisher gebaute Version. Zudem wurde die Windschutzscheibe zur Erhöhung der Festigkeit in den Rahmen eingeklebt. Das ergab eine beachtliche Widerstandskraft beim Dachfalltest, womit der offene Wagen auch ohne Targabügel in den USA zulässig war.
Selbst im Innenraum gab es richtungsweisende Neuerungen. Das Armaturenbrett war sowohl im oberen als auch im Kniebereich stoßnachgiebig und schaumgepolstert. Ebenfalls eine Neuheit war das Vierspeichen-Lenkrad, gebaut nach den Erkenntnissen der Unfallforscher. Die Türgriffe waren ebenfalls neu konstruiert, so dass sie auch nach Unfällen nicht von selbst aufspringen, sich jedoch weiterhin mit Handkraft öffnen lassen.

Einen interessanten Film zum Thema „Sicherheit“ finden Sie                          >>> hier


Das Fahrzeug wurde 1971 erstmals präsentiert und hatte, wie bereits das Vorgängermodell, den größten Absatzmarkt in den USA. Der überwiegende Teil der Fahrzeuge war mit den großvolumigen V8-Motoren ausgestattet. 
In seiner zehnjährigen Geschichte fand die Baureihe insgesamt 62.888 Käufer.

Mehr über den sehenswerten und gepflegten Mercedes zeigt dieses Video >>> mehr
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