Wir stellen vor … WEITHALER „Joschi“ und Michaela
                nach (zu langer) Pause wieder in Kärnten dabei!
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Letzter Einsatz von Michaela & Joschi 2016
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... und davor bei der Karawanken Classic 2012 
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um den Wörthersees ...
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... zum Parallelslalom in Ferlach
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weiter zum Zieleinlauf beim Schlosshotel Velden
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So strahlen Sieger; Moderator Johannes Habich von den "Schrägen Vögeln"
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Der Tisch biegt sich .. von den Pokalen
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Einer der bewegensten Momente der Karawanke-Classic in den  letzten Jahren, fand sicherlich 2016 bei der Siegerehrung im Parkhotel in Pörtschach statt.
Was war passiert?

Nach einem für das österreichisch/tschechische Duo Josef und Michaele Weithaler erfolgreichen Jahr 2014,  wurde deses durch einen sehr, sehr schweren Verkehrsunfall von Joschi überschattet. Heute darf  man es sagen: es sah nicht gut aus!

Umso erfreulicher die Nachrichten anfangs 2015: "Joschi nicht mehr in der Intensivstation" > "Joschi in der Reha" > "Joschi & Michaela starten erstmals wieder bei der Karawanken-Classic 2016".

Dazu kündigte der Skoda-Pilot schon im Vorfeld an:
"Ich nehme an dieser 3-Tages-veranstaltung teil, weiß aber nicht, ob ich wirklich alle 3 Tage fahren werden: Wenn es gesundheitlich notwendig ist, höre ich früher auf".

Um es kurz zu machen: Joschi hielt nicht nur alle 3 Tage durch - nein, mit einem 3. Platz in der Gesamtwertung meldete sich das Team wieder eindrucksvoll zurück.
Minutenlange standing ovations bei der Siegerehrung zeugten nicht nur von der Hochachtung, die seine Kollegen/Mitbewerber dieser Leistung zollten, sondern noch viel mehr von der Beliebtheit des sympathischen Sportlers und seiner Gattin. Gänsehautfeeling pur!

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"Welcome back!" - Darüber freute sich nicht nur Joschi, sondern die ganze Classic-Szene.

2017 legte das Skoda-Duo eine beruflich bedingte Pause ein. Mit der Teilnahme an der 11. FIZZERS-Karawanken-Classic gibt es aber wieder einen Neustart. Vielleicht geht auch endlich Joschis sehnlichster Wunsch in Erfüllung, nämlich diese, seine "Heimat-Classic", zu gewinnen. Zweite und Dritte Plätze gab es ja schon mehrfach, aber das oberste Treppchen blieb den beiden bisher verwehrt. - Wir drücken die Daumen!

Dabei kann das Paar bereits auf eine mehr als erfolgreiche Karriere zurück blicken:
So war z.B. 2012 für Josch " ein echt erfolgreiches Jahr":
Die wichtigsten Siege in diesem Jahr waren

  • die Wachau-Classic
  • die Höllental-Classic, die das Team bereits 2011 gewonnen hatte
  • bei der Amstetten-Classickonnte Joschi bereits den dritten Sieg in Folge verbuchen (2010, 2011 und 2012)
  • na ja und eben der „nur“ 2. Platz bei der Karawanken-Classic 2012
  • dafür wieder Sieg bei den Garanta Classic Masters 2012
Als „Nebeneffekt“ zu diesen Seriensiegen gab es 2012 noch:
  • den Staatsmeister-Titel 2012 in der Klasse F 
  • und den Staatsmeister-Titel der Beifahrer 2012 für Co Michaela 

 

Das Jahr 2013 schloss nahtlos an das Jahr 2012 an:

  • Wachau Historic          5. Gesamt-, 5. Klassenwertung 
  • Karawanken Classic    2. Gesamt-, 1. Klassenwertung
  • Korsika Rallye           12. Gesamtrang     
  • Garanta Warm Up       3. Gesamtwertung
  • Staatsmeister der Klasse F
  • Staatsmeisterin in der Beifahrerwertung

 

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Wie das Team Weithaler / Klassova zusammenarbeitet, könnt Ihr hier mal anschauen >>> Karawanken-Classic 2013 mit Stadt-Grand-Prix Ferlach

Rückblick über den sportlichen Werdegang von Joschi Weithaler:
Jahrelang war Joschi als Co-Pilot im Fiat des HEAD-Managers Edgar Pöllmann sehr erfolgreich unterwegs, genau: von 2003 bis 2008. – Aber dann juckte es ihn doch: “das macht Spaß, das müsst ich eigentlich als Pilot auch selbst zustande bringen !“

Gesagt getan; er  entschloss sich in Zukunft mit seiner Partnerin Michaela am heißen Sitz, die Oldtimer Szene in Österreich zu bereichern. Nur welches Auto sollte es sein ?
Man entschloss sich für einen Skoda 1000 MB Rallye, obwohl Micheala anfangs sehr große Bedenken hatte belächelt zu werden, da sie wusste, dass immer bei Oldtimer-Rallyes zumeist viele Autos wie Ferrari, Porsche etc. am Start sind.

Eine nicht ganz unbegründete Befürchtung; kursierten doch über das solide Tschechische Automobil in seinem Heimatland etliche spöttische Aussagen:
So steht das „MB“ in der Typenbezeichnung des Skoda zwar für den Produktionsort Mlada Boleslav, wurde aber vom Volksmund umgemünzt zu „Malih Briga“ (tausende kleine Probleme)
Oder:
Auf die Frage „was fahren Sie für ein Auto“ – Antwort "einen Škoda“ - Darauf der Erstere „Škoda“ (= Tschechisch „schade“).

Die CTF-Redaktion kann aber aus eigener Erfahrung bei der Skoda- und Barumrallye in der ehemaligen Tschechoslowakei bestätigen, dass der Skoda 1000 MB Rallye nicht nur ein solides, sondern auch ein sauschnelles Rallyegerät sein konnte.
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                Joschi Weithaler      &      Michaela Weithaler (vorm. Klossova)

Erster Einsatz von Joschi und Michaela war die Eisenstrassen-Klassik im Jahr 2009. Außer dem normalen Kribbeln im Bauch, beim Start zu einer neuen Rallye, hatte Michaela bei dieser Premierenrallye  noch das oben beschriebene, unangenehmen Gefühl wegen des Autos. Doch es kam alles ganz anders. Das Team bzw. der flotte Tscheche wurde ein Liebling dieser Veranstaltung und ab dieser Zeit konnte sich Michaela voll auf Ihre Arbeit konzentrieren und das tat sie auch sehr gut.
Generalprobe bestanden und damit auf zu neuen Taten:

Bereits im ersten Jahr nach der Eisentratten-Klassik gab es mit dem 1000 MB bereits den ersten Gesamtsieg bei der Reichenau-Classic und weitere sollten in den nächsten Jahren folgen.

Der Kärntner Manager, den es nach Tschechien verschlagen hat, beurteilt aber die sportlich wertvollsten Siege aber als jene, die er bei der Höllental-Classic einfahren konnte.
Nur einen Sieg in seiner ursprünglichen Heimat Kärnten, bei der Karawanken-Classic, würde er noch höher einstufen.

Über seinen, mit tschechischem Kennzeichen laufenden Skoda berichtet Joschi:
„Der 1000 MB Rallye presst satte 65 PS aus der 988 ccm-Maschine.und  stammt aus dem Jahr 1964; das Fahrzeug ist also eines der Ersten 1000 MB die in Mlada Boleslav von 1964 bis 1969 vom Band liefen.

Mit Heckmotor und Heckantrieb sorgt der Tscheche für spektakuläre Drifts. Das Werk setzte den Wagen nicht nur bei Rallyes ein, sondern auch bei Rundstreckenrennen, wo man dem Renner bis zu 90 PS verpasste“.
 Ab 1970 beteiligte sich Škoda bei Rallyes mit den Typen 100 und 110 L Rallye mit denen sie in ihrer Klasse durchwegs auf den Medaillenrängen landeten. Der 110 L Rallye hatte einen 1107 cm³ Motor mit 73 PS, für das Werksteam wurden auch Fahrzeuge mit 1.144 cm³ und 100 PS gefertigt.

Wie motorsportverrückt die Tschechen in diesen Jahren waren, konnte die Homepage-Redaktion selbst als Pilot miterleben: da wurden Autobahnkreuze für Sonderprüfungen gesperrt, durch die Städte musste man durchwegs Vollgas fahren, sonst wurde man von den tausenden Zuschauern (und der Polizei) ausgepfiffen.
                                                        Das war geil !

Im Starterfeld fanden sich hauptsächlich Skodas in den abenteuerlichsten Aufmachungen und alle Piloten hatten einen Hang zum Kamikaze-Fliegen. Schließlich bot der Rallysport für eine kleine, sehr schnelle Truppe, die Möglichkeit ins Ausland zu kommen, damals eine schwierige Sache für die Einheimischen.

Einen Überblick über das Rallye-Engagement von Skoda beginnend mit dem 1000 MB Rallye findet man – als Stummfilm – auf dem unten angehängten Filmbeitrag; die Drifts sind z.T. sehenswert.

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   Die beiden haben gut lachen: 2012 / 2013 alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt - Weithaler Joschi & Michaela

Einen Rückblick auf die Historie des Skoda 100 MB gibt es >>> hier