Teilnehmer der FIZZERS-Karawanken-Classic:
                          WEITHALER „Joschi“ und Michaela
               Der Gesamtsieg bei der "FIZZERS" fehlt (noch)
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Parallelslalom in Ferlach
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Zieleinlauf beim Schlosshotel Velden
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So strahlen Sieger; Moderator Johannes Habich von den "Schrägen Vögeln"
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Der Tisch biegt sich .. von den Pokalen

Škoda! - Wer im Google-Translater nachsieht bekommt als Übersetzungen aus dem Tschechischen folgende Möglichkeiten angeboten:
"Jammer", "Nachteil", "Schaden", "Einbuße", "Schade".
Also alles Übersetzungen, die sich mit der, heute sehr erfolgreichen Automarke Skoda sicherlich nicht verknüpfen lassen. Vielleicht war das aber einer der Punkte, warum das Team 
WEITHALER „Joschi“ und Michaela seine Karriere mit einigem Bauchweh startete.

190517 KWC 04 RO 6571 on           Joschi Weithaler & Michaela Weithaler (vorm. Klossova)

Rückblick:
Jahrelang war Joschi 
"Joschi" - wie ihn seine Freunde nennen - als Co-Pilot erfolgreich unterwegs. – Aber dann juckte es ihn doch: “das macht Spaß, das müsst ich eigentlich als Pilot auch selbst zustande bringen !“

Gesagt getan; er  entschloss sich in Zukunft mit seiner Partnerin Michaela am heißen Sitz, die Oldtimer Szene in Österreich zu bereichern. Nur welches Auto sollte es sein ?
Man entschloss sich für einen Skoda 1000 MB Rallye, obwohl Michaela anfangs sehr große Bedenken hatte belächelt zu werden, da sie wusste, dass bei Oldtimer-Rallyes zumeist viele Edelkarossen wie Ferrari, Porsche etc. am Start sind.

Eine nicht ganz unbegründete Befürchtung; kursierten doch über das solide Tschechische Automobil in seinem Heimatland etliche spöttische Aussagen (s. auch o.a. Google-Übersetzung):
So steht das „MB“ in der Typenbezeichnung des Skoda zwar für den Produktionsort Mlada Boleslav, wurde aber vom Volksmund umgemünzt zu „Malih Briga“ (tausende kleine Probleme)

Die CTF-Redaktion kann aber aus eigener Erfahrung bei der Skoda- und Barumrallye in der ehemaligen Tschechoslowakei bestätigen, dass der Skoda 1000 MB Rallye nicht nur ein solides, sondern auch ein sauschnelles Rallyegerät war.

Erster Einsatz von Joschi und Michaela war die Eisenstrassen-Klassik im Jahr 2009. Außer dem normalen Kribbeln im Bauch, beim Start zu einer neuen Rallye, hatte Michaela bei dieser Premierenrallye  noch das oben beschriebene, unangenehmen Gefühl wegen des Autos. Doch es kam ganz anders. Das Team bzw. der flotte Tscheche wurde zum Liebling dieser Veranstaltung und ab dieser Zeit konnte sich Michaela voll auf Ihre Arbeit konzentrieren und das tat sie sehr gut.
Denn bereits im ersten Jahr nach der Eisentratten-Klassik gab es mit dem 1000 MB bereits den ersten Gesamtsieg bei der Reichenau-Classic und weitere sollten in den nächsten Jahren folgen.

Inzwischen kann das Paar auf eine mehr als erfolgreiche Karriere zurück blicken wobei 2012 laut Joschi " ein echt erfolgreiches Jahr" war mit folgenden Siegen:

  • Wachau-Classic
  • Höllental-Classic, die das Team bereits 2011 gewonnen hatte
  • Amstetten-Classic, bereits der 3. Sieg in Folge (2010, 2011 2012)
  • Garanta Classic Masters
  • aber "nur“ 2. Platz bei der Karawanken-Classic 2012
Zugaben 2012:
  • Staatsmeister-Titel 2012 in der Klasse F
  • Staatsmeister-Titel der Beifahrer 2012 für Co Michaela 

Das Jahr 2013 und die Folgehjahre schlossen nahtlos an das Jahr 2012 an:

Nach einem für das österreichisch/tschechische Duo erfolgreichem Jahr 2014,  wurde dieses Jahr durch einen tragischen Verkehrsunfall von Joschi überschattet. Heute darf  man es sagen: es sah nicht gut aus!

Umso erfreulicher die Nachrichten anfangs 2015: "Joschi nicht mehr in der Intensivstation" > "Joschi in der Reha" > "Joschi & Michaela starten erstmals wieder bei der Karawanken-Classic 2016".

Dazu kündigte der Skoda-Pilot schon im Vorfeld an:
"Ich nehme an dieser 3-Tages-Veranstaltung teil, weiß aber nicht, ob ich wirklich alle 3 Tage fahren werden: Wenn es gesundheitlich notwendig ist, höre ich früher auf".
Um es kurz zu machen: Joschi hielt nicht nur alle 3 Tage durch - nein, mit einem 3. Platz in der Gesamtwertung meldete sich das Team wieder eindrucksvoll zurück.
Minutenlange standing ovations bei der Siegerehrung zeugten nicht nur von der Hochachtung, die seine Kollegen/Mitbewerber dieser Leistung zollten, sondern noch viel mehr von der Beliebtheit des sympathischen Sportlers und seiner Gattin. Gänsehautfeeling pur!

Es war dies sicherlich einer der bewegensten Momente nicht nur bei der Karawanken-Classic sondern auch in der gesamten Oldtimer-Szene!

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"Welcome back!" - Darüber freute sich nicht nur Joschi, sondern die ganze Classic-Szene.

2017 legte das Skoda-Duo eine beruflich bedingte Pause ein. Bei der 11. FIZZERS-Karawanken-Classic 2018 wollte man die Platzierung aus dem Jahr 2016 natürlich noch einmal toppen. Es wurde ein 6. Platz in der Gesamtwertung über den jeder andere gejubelt hätte; Joschi´s trockener Kommentar:

                                 "Škoda!"

2019 waren die beiden Skoda-Treiber wieder unter die Top-10, obwohl Joschi unumwunden zugab "am ersten Tag haben wir einen ganz kapitalen Bock geschossen! Trotzdem, es hat Spaß gemacht und 2020 versuchen wir es wieder!"

190518 KWC 63 DJ 2414 on

Denn einer der größten Wünsche von Joschi ist es die FIZZERS-Karawanken-Classic in seiner früheren Heimat Kärnten zu gewinnen. Vielleicht geht 2020 endlich Joschis Wunsch in Erfüllung seine "Heimat-Classic" zu gewinnen. Wir drücken dem sympathischen Duo die Daumen! Leicht wird es bei der Konkurrenz, die sich bereits angemeldet hat, sicherlich nicht werden.

Weithaler_2_(1).jpg

                             2011_Logo_Skoda.png
Über seinen, mit tschechischem Kennzeichen laufenden Skoda berichtet Joschi:
„Der 1000 MB Rallye presst satte 65 PS aus der 988 ccm-Maschine und  stammt aus dem Jahr 1964; das Fahrzeug ist also eines der Ersten 1000 MB die in Mlada Boleslav von 1964 bis 1969 vom Band liefen.

Mit Heckmotor und Heckantrieb sorgt der Tscheche für spektakuläre Drifts. Das Werk setzte den Wagen nicht nur bei Rallyes ein, sondern auch bei Rundstreckenrennen, wo man dem Renner bis zu 90 PS verpasste“.
 Ab 1970 beteiligte sich Škoda bei Rallyes mit den Typen 100 und 110 L Rallye mit denen sie in ihrer Klasse durchwegs auf den Medaillenrängen landeten. Der 110 L Rallye hatte einen 1107 cm³ Motor mit 73 PS, für das Werksteam wurden auch Fahrzeuge mit 1.144 cm³ und 100 PS gefertigt.

Wie motorsportverrückt die Tschechen in diesen Jahren waren, konnte die Homepage-Redaktion selbst als Pilot miterleben: da wurden Autobahnkreuze für Sonderprüfungen gesperrt, durch die Städte musste man durchwegs Vollgas fahren, sonst wurde man von den tausenden Zuschauern (und der Polizei) ausgepfiffen.
                                                        Das war geil !

Im Starterfeld fanden sich hauptsächlich Skodas in den abenteuerlichsten Aufmachungen und alle Piloten hatten einen Hang zum Kamikaze-Fliegen. Schließlich bot der Rally Sport für eine kleine, sehr schnelle Truppe, die Möglichkeit ins Ausland zu kommen, damals eine schwierige Sache für die Einheimischen.

Einen Überblick über das Rallye-Engagement von Skoda beginnend mit dem 1000 MB Rallye findet man – als Stummfilm – auf dem unten angehängten Filmbeitrag; die Drifts sind z.T. sehenswert.

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   Die beiden haben gut lachen: 2012 / 2013 alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt - Weithaler Joschi & Michaela

Einen Rückblick auf die Historie des Skoda 100 MB gibt es >>> hier