Wir stellen vor: JAMNIG Helmut /  HAISSL Josef
                    Vizemeister des Kärntner-Classic-Cups 2016
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Es ist noch nicht gar so lange her, dass Dr. Helmut JAMNIG sein Faible für alte Autos gefunden und dabei auch gleichzeitig den Oldtimer-Sport entdeckte.

Wie aus seiner beruflichen Laufbahn gewohnt, bereitete er sich akribisch auf die ersten Einsätze bei einer Classic-Veranstaltung vor:
Die Classic-Seminare, die der Fahrtleiter der Karawanken-Classic, D.Ing. Harald Pirtscher kostenfrei zur Nachwuchsförderung organisierte, kamen da gerade recht.
Passierkontrolle, Zeitkontrollen, Timingprüfungen, Lichtschranke, Messschlauch Schnittprüfungen – das alles schaut am Anfang fürchterlich kompliziert aus, war es aber am Ende des Seminars keineswegs mehr. Gut gerüstet stürzte sich das Team JAMNIG Helmut /  HAISSL Josef in die Oldtimer-Saison 2015.

Schon bei der ersten Veranstaltung, dem sms-Classic-Sprint in Ebenthal gab es ein Erfolgserlebnis, als das Team bei der, zum Kärntner-Classic-Cup (KCC) zählenden Veranstaltung, in der Klasse G, Baujahre bis 1984 als Dritte die ersten Cup-Punkte einsammelten.

Weitere Punkte wurden bei der Karawanken-Classic verbucht ehe das Team bei der Gurktal-Classic voll zuschlug. – Hinter dem Siegern Berger/Holy-Berger holten die beiden Triumph-Piloten den 2. Platz in der Klasse G. Weitere Punkte für den KCC gab es auch bei der Abschlussveranstaltung, dem Slovenian-Classic-Marathon in Bled, Slowenien mit dem 3. Rang.
Alles in allem war 2015 eine gute Saison, die aber leider mit der „Blechmedaille“, dem 4. Platz beim Kärntner-Classic-Cup endet; aber der Trend ging eindeutig nach oben.

2016 war dann das Jahr mit dem endgültigen Durchbrch in die Kärntner Classic-Elite; denn Helmut und Josef machten dem regierenden Kärntner Classic-Meister Mak Srecko gewaltig Feuer unter dem Hintern - äh Heck des heckgetriebnen Porsche 911. Top-Platzierungen während des ganzen Jahres  führten dazu, dass die Entscheidung zwischen den beiden Teams, die nur durch wenige Punkte getrennt waren,  erst bei der Letzten Calssic, dem TAFRENT-Classic-Sprint in Villach, fallen würde.
Nun, das Porschen-Team liess sich nicht aus der Ruhe bringen und konnte mit einer guten Platzierung den Meister-Titel verteidigen.
Aber seien wir ehrlich, ein 2. Platz bzw. Titel eines Vizemeisters ist doch auch ein sehr schöner Erfolg! Oder?

Dieser Erfolg wurde auch bereits belohnt, denn Jamnig/Haissl wurden in das "Scuderia Fizzers Team" aufgenommen.



Bei der 9. FIZZERS-Karawanken-Classic 2016 landete das Triumph-Team ebenfalls einen schönen Erfolg - 19 Rang bei fast 100 Startern; damit hätten die beiden einen Anspruch auf einen vorne gesetzten Startplatz für 2017 gehabt; der ist als Mitglied des Scuderia Fizzers Teams hinfällig geworden, den als Sponsor hat sich FIZZERS die ersten Startplätze vertraglich gesichert.

Die beiden haben 2017 natürlich wieder für den Kärntner-Classic-Cup genannt, bei dem die erste Veranstaltung bereits am 2. April in Triest - Trieste-Opicina-Historic - statt fand. Nach diesem ersten Abtasten liegt das Team auf dem aussichtsreichen 5. Platz, freut sich aber jetzt schon auf die FIZZERS-Karawanken-Classic, bei der alle 3 Veranstaltungstage vom Prolog am 11. Mai bis zum 2. Etappentag am Samstag, 13. Mai gewertet werden (3 Tageswertungen)..               Logo-KCC-Neu-1.png

Helmut kann auf 2 Oldtimer zurückgreifen, die er auch abwechselnd fährt. Ein schwarzer Saab V4, Baujahr 1974, signalisiert schwedische Zuverlässigkeit, währen ein roter Triumph GT6 MK3, Baujahr 1971, 6-Zylinder mehr Sportlichkeit signalisiert. Kein Wunder, dass Helmut öfter den Roten aus dem Stall holt.

Mit dem Spitfire führte Triumph 1962 einen preisgünstigen Sportwagen ein. Der Konkurrent MG hatte damals von seinem MGB ein Coupé im Angebot, welches sich gut verkaufte. Der Spitfire-Motor lieferte jedoch aufgrund des höheren Gewichts nicht ausreichende Leistung. Das Problem wurde gelöst, indem man in das neue Spitfirecoupé den 2-Liter-Motor des Triumph Vitesse einbaute.
Das Ergebnis wurde GT6 genannt und im Jahr 1966 vorgestellt. Aufgrund seiner hinteren Heckklappe gab es gewisse Ähnlichkeiten des GT6 zum Jaguar E-Type. Deshalb und wegen seines günstigen Preises erhielt er den Spitznamen Poor man's E-Type (Jaguar E des Armen Mannes).
Der GT6 war gut ausgestattet. Neben dem hölzernen Armaturenbrett mit vier Instrumenten waren serienmäßig ein zweistufiger Scheibenwischer, ein zweistufiges Heizungsgebläse, ein gepolstertes Lenkrad und Schalensitze verbaut. Der Kraftstoffverbrauch war für die damalige Zeit sehr vernünftig. Ab 1968 wurde er mit einer deutlich verbesserten Einzelradaufhängung mit zusätzlichem Querlenker ausgeliefert.


Technische Daten:

Hersteller                     Triumph
Type                             GT6 MK III
Produktionszeitraum:  1966–1973
Motor                           Ottomotor
Hubraum                     1998 ccm
Leistung:                     98 PS
Leergewicht:              860 kg
Den schönen Briten kann man auf diesem Video näher in Augenschein nehmen   >>>  mehr


Als doch schon etwas erfahrenere Oldtimer-Piloten hat das Team JAMNIG Helmut /  HAISSL Josef das FIZZERS-Werks-Team 1 bereits 2016 verstärkt; offenbar hat man dort vergessen, dass Helmut letztes Jahr davor am letzten Tag mit einem Platten liegen geblieben ist.
Allerdings mussten die FIZZERS einige Zugeständnisse machen; wie Helmut mit einem Augenzwinkern berichtet:
  1. wir werden davon befreit, während der Sonderprüfungen  an Zuschauer und Kampfrichter Süßigkeiten verteilen zu müssen;
  2. wegen unserer sitzenden Berufe und Bauchansätze dürfen wir die Menge zu verzehrender kalorienreicher Kost selbst bestimmen;
  3. trotz der Laster des Teamleader-Ehepaares besteht kein Zwang, mit dem Rauchen zu beginnen;
  4. es wird akzeptiert, ein zweisitzigen Auto mit weniger als 100 PS einzusetzen;
  5. keiner ist böse, wenn wir besser sind als der Teamleader; d.h. keine Stallorder, weil wir fahren auf Sieg;-)
  6. für uns springt zumindest ein Sackerl Zuckerln mehr heraus als für teamfremde FahrerInnen!!!
  7. als Streichresultat geben wir uns nicht her, weil wir sind voll motiviert!!!
  8. Nachdem den FIZZERS so viel daran liegt, uns als 4. Auto für eines seiner zwei Teams zu gewinnen, geben wir insoferne unsere Zustimmung, wenn man uns nicht zu Fizzers-Kaugummi-Zigaretten überreden will ;-)

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